back
   Wohn- und Geschäftshaus
Breite Straße 9 / Königstraße 1  in Torgelow
Komplettsanierung


 

Das umzubauende Wohn- und Geschäftshaus liegt im Stadtzentrum Torgelows, unmittelbar am alten Markt. Durch die Eckgestaltung verbindet es die Breite Straße mit der Königstraße und prägt mit dem vorgelagerten Platz das Straßenbild entscheidend.

Um 1900 wurde das Gebäude als Wohn- und Geschäftshaus errichtet und beinah über die gesamte Zeit als solches genutzt. Das Gebäude umfasste zwei Etagen plus ein teilweise ausgebautes Mansardendach. Die Straßenfronten wurden durch drei schmuckvoll verzierte Zwerchhäuser und zahlreiche Gesimse und Stuckelemente geprägt.

Durch jahrelange Vernachlässigung und diverse Umbauten gingen u.a. die ursprünglichen Schmuckelemente verloren. Zudem fielen die drei Zwerchgiebel einem durchgehenden, zum Hof abfallenden Pultdach zum Opfer. Zu guter letzt mussten 2005 aufgrund der schlechten Bausubstanz die Wohnungen und Geschäfte aufgegeben und das Gebäude mit Spanplatten bzw. mit Mauerwerk verschlossenen Fenstern vor Vandalismus geschützt werden. 

Im Bestreben, das Gebäude wieder als Wohn- und Geschäftshaus zu nutzen, entschied die Stadt Torgelow 2007, das Gebäude zu sanieren und umzubauen. Aufgrund wirtschaftlicher Bedingungen war die Anzahl und Größe der zu vermietendenden Einheiten genau vorgegeben.

Der Entwurf sah vor, die ursprüngliche Gebäudestruktur mit zwei Geschossen und einem teilweise ausgebauten Mansardendach wieder herzustellen. Anstelle der Zwerchgiebel wurden dem Mittelrisalit und den Seitenrisaliten geradlinige Kuben aufgesetzt. Über alle drei Etagen wurden elf Wohnungen für verschiedenste Nutzerprofile vorgesehen. Die den Wohnungen zugeordneten Abstellräume sowie komfortable Trockenräume wurden im Dachgeschoss untergebracht. Zudem wurden im Erdgeschoss zwei Geschäftseinheiten eingeplant, welche bei Bedarf zusammen geschaltet werden können. Die zwei vorhandenen Treppenhäuser wurden aufgeweitet und mit dreiläufigen, bequem zu begehenden Treppen ausgestattet. Um der Fassade wieder eine adäquate Struktur zu geben, wurden u.a. überkommene Gesimsfragmente ergänzt und aus historischen Fotografien nachvollzogene Stuckarbeiten in reduzierter Form nachempfunden. Fünf Fensterachsen wurden zur vertikalen Gliederung der Straßenfassaden bodengleich ausgebildet, was sich auch positiv auf die Attraktivität der Wohnungen ausübt.