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   Neubau der Zweilfeldturnhalle
 "Arnold Zweig"
an der Europa-Schule in Pasewalk
mit 190 Zuschauerplätzen



Im Rahmen der Förderung von Ganztagsschulen sollte in Pasewalk - Ost für die Regionalschule Arnold Zweig und die Grundschule Ost eine gemeinsam genutzte Zweifeldturnhalle entstehen. Bisher standen auf dem Schulgelände jeder Schule eine separate Einfeldturnhalle zur Verfügung. Diese waren nur noch bedingt nutzbar und wurden mit dem Neubau der Zweifeldturnhalle abgebrochen. 

Der Hallenneubau wurde zwischen zwei Schulbauten auf der Stelle der alten Einfeldturnhalle der Grundschule erstellt. Die Standortwahl berücksichtigt eine gute Erreichbarkeit der Schüler beider Schulen, wie auch die Verbindung zu den Sportplätzen und den direkten straßenseitigen Zugang für potentielle externe Nutzergruppen.

Der Neubau setzt sich aus zwei Gebäudevolumen zusammen: Der eigentlichen Halle mit einer lichten Mindesthöhe von 7 m und einem eingeschossigen Gebäudeteil, welcher die notwendigen Sozial- und Funktionsräume beinhaltet. Der flache, massive Gebäuderiegel bildet die südliche Straßenkante und legt sich mit seinem zweiten Flügel westlich um die Halle. Die Halle mit dem 30 m überspannenden Hallentragwerk aus unterspannten Holzbindern liegt auf dem Riegel auf und öffnet sich, über den Massivbau ragend, zur Stadt. Die Schnittmenge beider Gebäudevolumen wird zur abgetreppten Zuschauertribüne, die gleichzeitig den Zuschauern die Sichtverbindung zur Halle als auch den Rückblick auf die Stadt durch die transparente Südfassade erlaubt. Die großflächige Verglasung der Nordfassade nutzt weiterhin das gleichmäßig blendfreie Nordlicht zur natürlichen Belichtung und stellt auf Sichthöhe der Sportler den Bezug zur landschaftlichen Umgebung der angrenzenden Sportplätze her. Das Höhenniveau der Halle folgt der, nach Norden abfallenden, Topografie des Grundstücks und verspringt um 1,20 m gegenüber dem, auf Straßenniveau befindlichen, Flachbaus. Der innere Niveausprung wird mit einer Treppe und einer behindertengerechten Rampe überwunden.

Die unterschiedliche Behandlung der beiden Gebäudevolumina in der Baukonstruktion wird auch nach außen durch die Fassadengestaltung ablesbar. Das Haupttragwerk der Halle, die unterspannten Brettschichtholzhalbrahmen, durchstoßen im Norden und Süden die Außenhaut und geben die Strukturierung der Pfosten-Riegel-Fassade vor. Die im Kontrast dazu komplett geschlossenen Seiten werden, wie auch die Dachfläche, mit einer metallisch schimmernden Aluminiumhaut überzogen und unterstützen die eindeutige Nord-Süd-Ausrichtung der Halle. Der wegen der Speichermasse massiv ausgeführte eingeschossige Anbau soll auch in der Fassadengestaltung mit mineralischen Vorhangplatten entsprechend seiner Konstruktion behandelt werden. Eingänge und Fensterbänder liegen tief in der Fassade zurückgesetzt und machen die Wandstärken sichtbar. Das massive Flachdach ist von der Tribüne und den benachbarten Schulgebäuden aus einsehbarer und berücksichtigt mit einem Gründachaufbau gleichzeitig optische und ökologische Belange.